Warum Hoverschuhe der Trend in 2019 werden

Hoverschuhe sind der neue Mobilitätstrend für 2019. Bislang sind sie kaum bekannt, obwohl sie absoluten Fahrspaß versprechen. Hoverschuhe sind die Weiterentwicklung der populären Hoverboards. In diesem Jahr ist Hoverskaten angesagt. Warum die Hoverschuhe die besseren Hoverboards sind und das Zeug dazu haben, ein Verkaufsschlager zu werden, erfahrt ihr im Artikel. Außerdem verraten wir, worauf ihr beim Kauf von Hoverschuhen achten solltet.

Was sind Hoverschuhe?

Es war das Jahr 2015 als Hoverboards zum Riesen-Hype wurden. Seitdem fahren Menschen jeden Alters elektrisch betriebenen Trittbrettern  die Straßen und Wege auf und ab. Wer sich wie Marty McFly aus dem Film „Zurück in die Zukunft“ fühlen will, kauft sich ein Hoverboard. Jetzt wurden die Hoverboards weiterentwickelt. Das Ergebnis sind elektrische Rollschuhe oder Hover Inlineskates. Sie sind besser bekannt unter den Namen Hovershoes, Hoverskates oder zu deutsch auch Hoverschuhe. Die Hersteller Segway und IO Hawk gehören zu den bekanntesten Anbietern von dieser Art der Elektromobilität. Beide Anbieter haben ihre jeweiligen Hoverschuhe auf der IFA 2018 erstmalig angekündigt. Weitere Anbieter, auch aus Fernost, dürften zeitnah folgen. Die Hoverschuhe erinnern an zwei kleine Hoverboards. Die Fortbewegung funktioniert nach dem gleichen Prinzip. Einzeln unter die Füße geschnallt befördern sie den Fahrer mit rund 8-12 km/h durch die Straßen. Gesteuert wird mit dem Körpergewicht.

Wie funktionieren Hoverschuhe?

Die Funktionsweise von Hoverschuhen gleicht einer Kombination aus Hoverboard und Inlineskates. Beide Hoverschuhe verfügen jeweils über einen Reifen. Dieser wird durch einen Elektromotor angetrieben. Die Steuerung erfolgt durch Gewichtsverlagerung. Damit funktioniert das Hoverskaten ähnlich zum Rollschuh laufen und Inlineskaten. Zum Fahren stellt man sich einfach auf die beiden Trittbretter und verlagert sein Gewicht nach vorne. Die Hoverschuhe sind wendig und erreichen Höchstgeschwindigkeiten von 8-12 km/h. Durch das Verlagern des Körperschwerpunkts wird gelenkt.

Worauf sollte man Kauf von Hoverschuhen achten?

Die wichtigsten Kaufkriterien beim Kauf von Hoverschuhen sind neben dem Preis die Akkuqualität, die Motorleistung und die Verarbeitung der Hoverschuhe. Was ihr beim Kauf von Hoverschuhen beachten solltet, verraten wir hier.

Qualität des Akkus: Markenakku und UL2272 Zertifizierung für zusätzliche Sicherheit

Hoverschuhe AkkuMinderwertige Akkus können in Brand geraten oder sogar explodieren. Deshalb müsst ihr unbedingt auf eine hohe Qualität der verbauten Akkus achten. Wie das geht? Achtet bei der Auswahl der Hoverschuhe darauf, dass entweder namhafte Akkus verbaut sind oder die Hoverschuhe mit einer anerkannten Zertifizierungen ausgezeichnet sind. Die Norm UL2272 berücksichtigt bei den Prüfanforderungen auch potenzielle Brandgefahren. Die Abkürzung UL steht für die amerikanische Organisation Underwriters Laboratories. Die UL prüft Produkte, Komponenten, Materialien und Systeme hinsichtlich spezifischer Ansprüche. Wenn dies der Fall ist, dürfen die Hersteller das kostenpflichtige UL-Prüfzeichen tragen, solange sie die vorgegebenen Standards einhalten. Die UL hat diese Norm für Hoverboards und elektrische Roller entwickelt.

Reichweite: 10km sind perfekt für kurze Distanzen

Die Reichweite der Hoverschuhe hängt ebenfalls von der Qualität des Akkus.Hoverschuhe sind speziell für die Überbrückung von kurzen Distanzen konzipiert. Die meisten Hoverschuhe haben eine Reichweite von etwa 8-10km. Damit sind Hoverschuhe ein praktisches Fortbewegungsmittel für Kurzstrecken. Danach muss der Akku wieder geladen werden. Damit werden zwar keine weite Strecken zurückgelegt, doch für die meisten Anwendungsfelder reicht das allemal.

Motorleistung: 250W ist ein guter Richtwert

Wer sich Hoverschuhe zulegen möchte, sollte außerdem auf ausreichend Power der Motoren achten. 250 Watt Motorleistung ist ein guter Richtwert. Die meisten der erhältlichen Hoverskates haben diese oder eine sehr ähnliche Motorleistung. Damit ist man flott unterwegs. Gerade Fahranfänger sind von der direkten Kraftübertragung und der unmittelbaren Reaktion auf Gewichtsverlagerungen überrascht. Mehr Leistung ist also nicht erforderlich.

Zubehör und Extras: Tragegriffe und Verbindungsstange

Einige Anbieter von Hoverschuhen legen ihren Modellen Aufbewahrungs- oder Transporttaschen bei. Das ist praktisch, wenn die Hoverschuhe häufig mitgenommen werden. Einige Hoverschuhe sind auch von Haus aus mit einer Trageschlaufe je Schuh ausgestattet. Damit lassen sich die Hoverskates bequem mitnehmen. Darüber hinaus lassen sich einige Hoverschuhe durch eine Verbindungsstange zu Hoverboards umfunktionieren. Mit dieser 2in1 Lösung wird die Verbindung zwischen beiden Schuhen hergestellt. Die NXT Skates von IO Hawk bietet diese Möglichkeit. Die Stange ist auch gleich im Lieferumfang enthalten.

Was kosten Hoverschuhe und wo kauft man sie?

Hoverschuhe werden von immer mehr Herstellern angeboten. Das wird mittelfristig wohl auch die Preise drücken, denn Konkurrenz belebt das Geschäft. Doch extreme Preissprünge sollte man nicht erwarten. Motoren, Akkus und eine hochwertige Verarbeitung haben eben ihren Preis. Die Preise für Hoverboards reichen meistens von rund 220€ bis zu 400€. Herstellermarke, Ausstattung und Qualitätsunterschiede sind die wichtigsten Gründe für Preisunterschiede.

Zu den bekannteren Herstellern gehören Segway und IO Hawk. Segway ist mit den innovativen Elektrorollern weltbekannt geworden. IO Hawk gehört zu den Marktführern bei Hoverboards und hat auf der IAA 2018 seine ersten Hoverschuhe „NXT Skates“ vorgestellt. Es fällt auf, dass viele Anbieter von Hoverboards auch im Segment der Hoverschuhe vertreten sind. Darunter sind Anbieter wie Robway und Hiboy. Die relativ neuen Hoverskates sieht man bislang kaum in Ladengeschäften oder Elektro-Fachmärkten. Wahrscheinlich werden auch deshalb Hoverschuhe überwiegend online gekauft. Amazon gehört zu den beliebtesten Online-Shops für technische Gadgets zu denen auch Hoverschuhe zählen.

Wie fährt es sich auf Hoverschuhen?

Übung macht den Meister

Auf Hoverschuhen zu fahren ist nicht schwer. Allerdings braucht es etwas Übung. Wer bereits geübter Hoverboard Fahrer ist, wird gerade mit Hoverschuhen schnell zurecht kommen. Dabei reagieren Hoverschuhe deutlich empfindlicher als Hoverboards. Auch die Kraftübertragung fühlt sich direkter und schneller an. Das hat den Vorteil, dass man sich weniger stark nach vorne lehnen muss, um Fahrt aufzunehmen. Wer gänzlich neu „hovert“ sollte langsam und vorsichtig beginnen. Gerade Anfänger sollten sich von einem Partner an die Hand nehmen lassen.

Außerdem helfen Verbindungsstangen, die bei einigen Modellen mitgeliefert werden. Durch die Verbindung beider Hoverschuhe ist die Beinführung leichter. Gerade am Anfang ist es eine Herausforderung beide Füße auf gleicher Höhe zu halten, um keinen Spagat hinzulegen. Wer sich nach einigen Fahrversuchen sicherer fühlt, entfernt die Verbindungsstange einfach wieder.  

und wenn möglich mit einem Partner an der Hand anfangen. Das Erlernen ist problemlos möglich, wenn man einige Tipps beherzigt. Wie man fahren lernt haben wir in einem Artikel mit praktischen Tipps zusammengefasst. Außerdem gibt es zahlreiche Video-Tutorials zur Fortbewegung auf Hoverschuhen.

Fast schon legendär ist das Video von der YouTube Persönlichkeit Casey Neistat über die Segway Hoverschuhe. In seinem Video testet er die Segway Drift W1 Hoverschuhe auf New Yorks Straßen. Noch dazu auf humorvolle Weise. Darin bekommt man einen sehr guten Überblick, wie es sich auf Hoverschuhen fährt.  Daher legen wir euch das Video ans Herz – auch wenn es auf Englisch ist.

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Tricks und coole Kunststücke

Wer souverän fährt kann sich an diversen Stunts und Kunsttücken versuchen. Durch die Wendigkeit von Hoverschuhen sind kaum Grenzen gesetzt. In einigen Werbevideos der Hersteller fahren echte Profis im Handstand, rückwärts oder drehen Pirouetten. Wer langsam anfangen möchte, kann mit Drehungen im Stand beginnen oder versuchen auf einem Bein zu stehen oder zu fahren. Fortgeschrittene Fahrer bewegen sich fast schon akrobatisch auf den Hoverskates. Das Video von Koowheel zeigt einige solcher Hoverboard Tricks.

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Welche Vorteile und Nachteile haben Hoverschuhe im Vergleich zu Hoverboards?

Hoverschuhe sind besonders wendig

Hoverschuhe sind durch die getrennten Rollen wendiger als Hoverboards. Während Hoverboards über eine Verbindung beider Räder verfügen, wird bei Hoverschuhen darauf absichtlich verzichtet. Damit bewegt der Fahrer beide Füße getrennt voneinander. Dies erfordert zwar Übung, bietet aber noch mehr Möglichkeiten für Tricks und coole Kunststücke. Damit bieten Hoverschuhe noch mehr Fahrspaß. Einige Hoverschuhe lassen sich sogar mit einer Verbindungsstange ausrüsten. Damit lässt sich zwischen Hoverschuh und Hoverboard wechseln.

Alltagstauglicher als Hoverboards

Die hohe Alltagstauglichkeit ist ein wesentlicher Vorteil von Hoverschuhen. Während Hoverboards relativ sperrig und schwer sind, passen Hoverschuhe bequem in fast jede Tasche. Dabei eignen sich Hoverschuhe ebenfalls vorrangig für kurze Distanzen. Je nach Modell kommt man mit den elektrischen Rollschuhen rund 10km weit. Danach muss der Akku wieder aufgeladen werden. Aufgrund ihrer geringeren Größe können Hoverschuhe hingegen bequem in der Bahn, im Flugzeug oder in der Sporttasche transportiert werden. Damit sind sie flexibel und spontan einsetzbar.

2in1 Lösungen für noch mehr Fahrspaß

Durch die Verbindungsstangen kann man zwischen Hoverschuhen und einem herkömmlichen Hoverboard wechseln. Die Verbindungsstange fixiert beide Schuhe und das Prinzip gleicht dem der Hoverboards. Eine einfache Montage erleichtert den Wechsel zwischen Skates und Board. Nicht alle Hersteller liefern solche Verbindungsstücke mit. Weiter oben haben wir für euch zusammengefasst, welche Modelle entsprechendes Zubehör mitliefern.

Geschwindigkeiten bis 12 km/h

Hoverschuhe erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 12 km/h. Die Geschwindigkeit variiert je nach Modell und Hersteller und liegt bei ca. 8-12 km/h. Weil Hoverboards auf bis zu 15 km/h sind sie etwas schneller als Hoverskates. In der Praxis ist ein Unterschied der Geschwindigkeit von 3 km/h kaum spürbar. Wie schnell man unterwegs ist, hängen zudem vom Untergrund auf dem gefahren wird und vom Körpergewicht des Fahrers ab.

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